WohnhausbrandF 3
- Datum
- Freitag, 20. August 2021
- Alarmzeit
- 02:23 Uhr
- Einsatzort
- Obere Gallusstraße
Einsatzbericht
In den frühen Morgenstunden am Freitag kam es zu einem Wohnhausbrand in der Oberen Gallusstraße in Markdorf. Um 2.23 Uhr ging der Alarm mit der Stufe "F2" bei der Freiwilligen Feuerwehr Markdorf ein und wir rückten umgehend mit starken Kräften der Abteilung Markdorf-Stadt aus.
Da Anfangs unklar war, ob noch Personen im Gebäude eingeschlossen sind, und da nach der ersten Lagemeldung auf Sicht von einem Gebäudevollbrand mit Gefährdung von Nachbargebäuden ausgegangen werden musste, wurde sofort das Alarmstichwort auf "Feuer F3" erhöht und auch die Abteilungen Riedheim und Ittendorf alarmiert. Letztere besetzte das Feuerwehrhaus in Markdorf zur Gebietsabdeckung.
Wie sich dann zeigte, war der einzige Bewohner, der auch selbst die Feuerwehr alarmiert hatte, unverletzt in der Obhut des Rettungsdienstes. Vor Ort konnte durch den schnellen Einsatz von 3 C-Strahlrohren und dem Wenderohr der Drehleiter ein Übergreifen des Feuers auf Nachbargebäude verhindert werden. Ein Innenangriff war aufgrund des fortgeschrittenen Brandes und des durch Möbel und Gegenstände stark eingeschränkten Zugangs zum Haus nicht möglich. Ein Wohnwagen und eine Gartenlaube auf dem Grundstück brannten ebenfalls komplett aus. Das Fahrzeug des Bewohners konnte von der Feuerwehr aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Nach ca. einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Anfangs der Löscharbeiten war die benachbarte Bundesstraße B33 zeitweilig voll gesperrt.
Wir waren zeitweise mit 56 Feuerwehrleuten vor Ort im Einsatz, 14 Einsatzkräfte befanden sich in Bereitschaft zur Gebietsabdeckung. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Dagobert Heß und Verteter der Stadt machte sich ebenfalls ein Bild der Lage. Ab 6 Uhr konnte die Zahl der Einsatzkräfte vor Ort verringert werden. Der Rettungsdienst und die Schnelleinsatzgruppe des DRK Markdorf und Immenstaad waren mit 21 Helfern vor Ort, darunter zwei Notärzte. Ein Feuerwehrmann verletzte sich bei den Löscharbeiten am Fuß. Zur genauen Brandursache und Schadenshöhe können wir keine Angaben machen, die Polizei geht von einem technischen Defekt aus.
Die aufwändigen Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis in den Nachmittag, wo noch der Einsatzleitwagen, die Drehleiter und das HLF vor Ort waren und die teilweise Abrissarbeiten des unbewohnbaren Hauses unterstützen und absicherten. Ein Helfer des Notfallnachsorgedienstes des DRK und Nachbarn betreuten nachmittags auch den Bewohner.
Wir möchten uns ausdrücklich bei den lieben Anwohnern bedanken, die alle unsere Einsatzkräfte unermüdlich mit Kaffee und anderen Leckereien versorgt haben. Danke !
